Aktuelle Fime aus Argentinien, Bolivien, Kolumbien, Kuba, Mexiko und Spanien

________________________________________________________________________

ABEL –  mexikanisch, lustig aber auch ernst, über einen Jungen, der aus Protest über den Weggang seines Vater´s aufhört zu sprechen.

Diego Lunas Debüt als Regisseur ist eine einfühlsame Satire über das Leben in einer mexikanischen Familie. Der Protagonist Abel, ein neunjähriger Junge, der, nach dem der Vater die Familie in Richtung USA verlassen hat, aufgehört hat zu sprechen, wird auf Wunsch seiner Mutter aus der Klinik entlassen und bekommt eine neue Chance auf ein normales Leben. Er erkennt schnell, dass der Familie etwas fehlt: ein männliches Familienoberhaupt. So übernimmt er die Rolle des Vaters und versucht Normalität und Ordnung in den chaotischen Alltag zu bringen. Schwierig wird dies, als der echte Vater auf einmal wieder auftaucht und Abel in die Realität zurückholen möchte.

Diego Luna kreiert ein bezauberndes, emotionales Spiel zwischen Traurigkeit und Freude, das vor allem auf die kleinen Details des täglichen Lebens wertlegt. Die fantastische Kameraführung und realistische Bildkomposition verankern diese absurde Geschichte in der Wirklichkeit und unterstreichen das herausragende schauspielerische Debüt des jungen Christofer Ruiz-Esparza als Abel.

Unterstützt wurde Luna nicht nur von seinem Schauspieler Kollegen Gael García Bernal, sondern auch von Weltstar John Malkovich, die sich beide als Produzenten am Film beteiligten.

81 Minuten

____________________________

JARDIN DE AMAPOLAS – Kolumbianischer Film über das Drogenproblem.

Ein zehnjähriger Junge gerät zwischen die Fronten der kolumbianischen Drogenmafia und des Militärs, aber eine tiefe Freundschaft zu einem Mädchen hilft ihm, alle Abenteuer zu bestehen. Für alle, die im Unterricht die Drogenproblematik in Lateinamerika besprechen, außerdem am besten für unsere kleinsten Zuschauer geeignet, da stark aus der Perspektive der Kinder erzählt. Sehr aktuell, aufgrund der momentan stattfindenden Friedensverhandlungen zwischen FARC und Militär

Un joven está metido entre las fronteras de la mafia colombiana y los militares, la profunda amistad con una chica le ayuda sobrevivir todas esas aventuras. Recomendada para los intersados en la problemática de las drogas en Latinoamerica e ideal para el público jóven, es una historia relatada desde la perspectiva de un chico de 11 anos. La historia esta involucrada en un tema actual sobre las negociaciones de paz entre la FARC y el gobierno Colombiano.


101 Min.

____________________________

18 COMIDAS – Film über´s Essen und die Liebe in Spanien, aus Santiago de Compostela

Ein Reigen des Essens und Redens in Santiago de Compostela, begleitet von den Gerüchen der Küche und den Farben der Früchte, des Gemüses und des Weins. Vom Frühstück bis zum Abendessen sprechen, plaudern, streiten und lachen 18 verschiedene Menschen miteinander. Bei brutzelnden Scampi, Pasta, Pesto und Jámon Serrano geht es um heimliche Sehnsüchte, Beziehungskrisen und Freundschaften. Um die Trauer um den sterbenden Vater, das Erschrecken über ein Coming-Out und das Glück einer Liebe.

Una fiesta de sabores y aromas en Santiago de Compostela. Son dieciocho personas reunidas desde el desayuno hasta la cena compartiendo desde los camarones, la pasta con pesto hasta los deseos secretos y prohibidos. Hablan, ríen, pelean. Entre el jamón serrano y las frutas cuentan sus crisis de pareja, la tristeza del padre muerto, el asusto por un Coming Out y la suerte de encontrar el amor…

101 Min.

____________________________

EL NIDO VACIO – Film aus Buenos Aires über´s Älterwerden,über Aufgaben und Identitätsfindung, nachdem die Kinder aus dem Haus sind.

 

Der argentinische Regisseur Daniel Burman erzählt die Geschichte einer Familie, die sich gerade an einem entscheidenden Wendepunkt befindet: die Kinder sind erwachsen und fliegen aus – was bleibt ist „El Nido Vacío“, das verlassene Nest. In diesem Film begleiten wir die beiden Eltern auf ihrer Reise und Suche nach einer neuen gemeinsamen Identität zu zweit, die beide unterschiedlich bewältigen. Es ist vor allem der Vater (Oscar Martínez), ein erfolgreicher Schriftsteller, der uns durch diesen Wandel führt. Aber was ist wirklich und was nur imaginär?

Diese argentinische Komödie zeigt uns auf subtile und bezaubernde Art und Weise, wie eine Familie diese Situation bewältigt. Der Film konfrontiert uns mit ihren Ängsten, Zweifeln und auch Hoffnungen. Daniel Burman überrascht uns ein weiteres Mal, nachdem er bereits mit „Esperando al Mesías“ (2000) und „El Abrazo Partido“ (2004) seinen Platz im argentinischen Kino gefunden hat. Oscar Martínez, der auf dem Festival de San Sebastian für seine herausragende Darstellung des Vaters ausgezeichnet wurde, sowie die weltbekannte Almodóvar-Schauspielerin Cecilia Roth begeistern mit ihrer authentischen Interpretation.

91 Minuten

____________________________

EFECTOS PERSONALES – Kubanische Liebesgeschichte

When boy meets girl – „Personal Belongings-Efectos Personales“ erzählt eine Liebesgeschichte von zwei jungen Kubanern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ernesto (Caleb Casas), ein unabhängiger Einzelgänger, der so schnell wie möglich La Habana verlassen möchte und deshalb nur mit seinen wichtigsten Personal Belongings in einem Auto haust, verliebt sich in die bodenständige Ana (Heidi García), die nach der Flucht ihres Vaters auf Kuba zurückgeblieben ist und sich niemals vorstellen könnte, ihre Heimat zu verlassen. Kann die platonische Beziehung der beiden vielleicht doch die wahre Liebe sein und Ernesto in seinem Vaterland halten?

Der argentinische Regisseur Alejandro Brugués kreiert mit „Cuba Libre“ ein romantisches Drama, wie es im Bilderbuch steht: eine immer innigere werdende Liebesbeziehung mit Hindernissen wird kombiniert mit atemberaubenden Bildern von einem Kuba, das zwar fast einem Gefängnis ähnelt, aber dennoch so leidenschaftlich und traumhaft wirkt, dass man sich sofort in das nächste Flugzeug setzen möchte.

95 Minuten

____________________________

ZONA SUR – Bolivianische Familengeschichte vor einem sich radikal ändernden politischem Umfeld mit beeindruckender Kameraführung

„Zona Sur“, ein Viertel von La Paz, in dem die bolivianische aristokratische Oberschicht wohnt, stellt den Rahmen für dieses Familiendrama dar. Juan Carlos Valdivia gibt uns einen Einblick in die von Gegensätzen geprägte Welt Boliviens. Wir begleiten eine gut situierte Familie bei ihrem alltäglichen Leben. Ihr kleiner Mikrokosmos, ein prächtiges Haus mit Garten – fern ab von allen Problemen der Realität, scheint langsam zu zerbrechen. Die Herrin des Hauses, die alleinerziehende Mutter Carola (Ninon del Castillo) kontrolliert jede kleinste Regung des Hauses, sowohl ihrer eigenen Familie als auch des Butlers, Wilson (Pascual Loayza), der von den Aymara-Ureinwohnern abstammt und uns die andere Seite Boliviens zeigt.

„La Paz“ ist nicht nur eine exemplarische Darstellung der allmählich zerfallenden bolivianischen Aristokratie, sondern viel mehr ein künstlerisches Gesamtkunstwerk aus atemberaubenden Bildern, Farben und Musik. Die entscheidende Handlung geschieht nicht offensichtlich, sondern unter der Oberfläche – durch die faszinierende Komposition des Films hervorgehoben. Diese künstlerische Leistung Valdivias wurde auch 2010 auf dem Sundance Festival erkannt und mit zwei Preisen ausgezeichnet.

102 Minuten

____________________________

LA SUERTE EN TUS MANOS – Don Juan aus Argentinien will sich nicht binden

Der begeisterte Poker Spieler und Lebemann Uriel (Jorge Drexler) möchte keine Kinder mehr belommen, damit er sich ungestört austoben kann und will sich deshalb sterilisieren lassen Doch da trifft er seine alte Jugendliebe Gloria wieder (Valeria Bertucelli)…amüsante Unterhaltung aus dem jüdischen Milieu von Buenos Aires, Regie führt der Berlinale Gewinner Daniel Burman (El abrazo partido, 2004)

El entusiasmado jugador de Poker y mentiroso vividor Uriel quiere hacerse una vasectomia para que no tenga mas hijos. Pero en ese momento se encuentra con su viejo amor de antes, Gloria (Valeria Betucelli) muy buen entretenimiento del Berlinale – Ganador Daniel Burman desde el ambiente judío de Buenos Aires.

kino.de schreibt: Die romantische Komödie von Daniel Burman hat alles, was das Herz begehrt. Lateinamerikanisches Kino auf Hollywood-Niveau, absolut unterhaltsam und empfehlenswert.

110 Min.

____________________________

LA ZONA – mexikanischer Thriller über das Leben in einer gated community

Utopie oder bereits düstere Realität? Drei Jugendliche aus dem Armenviertel von Mexiko-City dringen in das von Mauern geschützte und privat überwachte Villenviertel „La Zona“ ein. Der spontane Einbruch in eines der Luxushäuser geht schief und die leichtsinnigen Eindringlinge werden geschnappt. Doch nicht etwa von der Polizei, sondern vom aufgebrachten Mob, werden die Jugendlichen gerichtet. Eine Hetzjagd ohne Erbarmen beginnt…